Viva las Vegas

Posted by on Feb 18, 2015 in Lifestyle, Travel

An Las Vegas scheiden sich die Geister. Manch einer liebt die Stadt, manch einer hasst sie. Für mich stand schon vor meinem ersten Besuch ganz klar fest: Ich liebe Las Vegas.
Als ich dann erstmal dort war, stellte sich mir die Frage: Wie um alles in der Welt kann man diese Stadt nicht lieben?

Na gut, Las Vegas ist sicherlich kein Erholungsparadies und keine Kulturstätte. Auch blühende Landschaften sucht man hier vergebens. Dafür bietet die Stadt so viel anderes.

Unser Ziel, das Finale der World Series of Poker.

Eine Reise beginnt ja bekanntlich mit dem ersten Schritt und der sollte  tunlichst auf einem 12 Stunden Flug wohl überlegt sein.

Immer mehr Sitze, immer weniger Platz: Fluggesellschaften wollen mehr Passagiere in der “Economy”-Klasse unterbringen – und die Fluggäste gehen aufeinander los, wenn einer die Rückenlehne kippt. Mehrfach mussten Flugzeuge zwischenlanden, um wild gewordene Passagiere rauszuwerfen.

Wenn vom unwillkommenen Eindringen in den Luftraum die Rede ist, denkt man gewöhnlich an militärische Muskelspiele, Abfangjäger und diplomatisches Verwicklungen.

Um zu verhindern, dass mir eine zurückschnellende Rückenlehne den Laptop in die Magengrube schiebt oder den Tomatensaft auf die Hose befördert, fand der Krieg um die Beinfreiheit in

der “Holzklasse”  ohne uns statt, da wir diesmal Business Class gebucht haben.

 

Condor_Business_Class_Kabine web

So, nun zum Flug an sich, der wie folgt ablief :

Wir nahmen unsere zwei nebeneinander liegenden Sitzreihen in der ausgebuchten Business Class ein.

Auf unseren Plätzen lagen bereits jeweils ein Kissen sowie eine verpackte Decke, ein komfortabler Kopfhörer sowie ein Ameniti Kit in dem sich Socken, Schlafbrille und Zahnbürste befanden. Qualität und Inhalt des Kits ist für mich nicht wichtig. Ich persönlich nutze es nicht und selbst wenn ich es mitnehme, landet es beim nächsten Aufräumen doch in der Tonne.

Das Angebot, ein Glas Champagner zu trinken, lehnten wir dankend ab und orderten stattdessen 2 Whiskey-Cola, welcher vom mit einem freundlichem Lächeln prompt serviert wurde.

Mein Kollege und ich waren angesichts des Platzangebots ganz aus dem Häuschen.
Während mein Reisebegleiter binnen weniger Sekunden die Kopfhörer in der Hand hatte, von allein den Hygieneschutz aufzog, den Stecker einsteckte und das Entertainmentsystem anwarf, checkte ich meinen Sitz aus.
Fußlehne hoch, runter. Sitz ausfahren, Sitz hochfahren. Ich sortierte das Handgepäck weg, steckte die Ladekabel der iPhones in die USB-Ports.

Fliege ich in der Business Class, erwarte ich, einen bequemen Sitz samt Ablageflächen vorzufinden, auf dem ich mich im besten Fall komplett ausstrecken, hinlegen und bequem über mehrere Stunden schlafen kann. Ich möchte das Unterhaltungsprogramm voll ausnutzen, nicht ständig angequatscht werden, das Essen genießen und leckere Getränke bestellen.
Für mich hat sich all das erfüllt.

Der Condor Business Class Sitz bietet eine Liegefläche von über 1,80 Meter. Im Fußraum könnte es also für den ein oder anderen etwas enger werden. Ich konnte mich ohne Probleme ausstrecken. Der Sitz ist ein sogenannter ‚Lie Flat‘ das heißt man liegt im ausgefahrenen Zustand flach, aber nicht komplett gerade. Der Neigungswinkel beträgt 170 Grad so dass man das Gefühl hat, ein wenig runter zu rutschen. Ich habe aber schnell eine bequeme Liegeposition gefunden. Was mich generell an dieser Art Sitzen stört ist, dass im ausgefahrenen Zustand sich der Platz für das Handgepäck auf Null reduziert bzw. ich sehen muss, dass ich es vor dem Ausfahren des Sitzes in Sicherheit bringe, damit die Fußablage nicht die Kamera einquetscht oder den Laptop.

 

Condor_Business_Class_Liegekomfort web

Das neue Condor Entertainmentsystem bietet eine gute Auswahl an Filmen, Serien und Musikstücken. Auch für Kinder ist mit Planes 2, Toy Story 3 oder Ralf reicht’s einiges dabei.

Das generelle Filmangebot auf den Condor Langstreckenflügen unterscheidet sich nicht innerhalb der verschiedenen Klassen. Das heißt in ver Economy Class sind genau so viele Filme verfügbar wie in der Business Class, nur kostet deren Freischaltung wie bereits oben erwähnt extra. Diese 7 € können auch erst nach dem Start bezahlt werden, so dass man gut eine halbe Stunde im Flieger sitzt, bevor das gesamte Angebot abrufbar ist.
Während die Monitore in der Economy und Premium Class in etwa iPad Größe haben, sind die Bildschirme in der Business Class mit gut 15,4 Zoll deutlich größer. Bei beiden Modellen handelt es sich um Touchscreens.

Die Verpflegung

In der Business Class bietet Condor ein „5 Gänge Menü“ an. Meiner Meinung eher ein 4-Gänge Menü. Aber zählt man – wie offenbar gedacht – das gereichte Brötchen dazu (oder den Kaffee am Schluss?), dann sind wir bei 5.
Es besteht die Möglichkeit vorab aus drei verschiedenen Hauptgerichten zu wählen. Auf unserem Flug gab es wahlweise „Gegrilltes Rinderfiletedaillon mit Rosmarinsauce, Möhrchen und Prinzessbohnen und Kartoffelecken“, Gegrilltes Mahi Mahi Filet mit kreolischer Sauce, frischem Blattspinat und Mississippi Reis“ oder „Frische Ravioli mit Champignonfüllung in Weißwein und Tomaten-Basilikum-Cremesauce mit sonnengetrockneten Tomaten.“

Die Vorspeise bestand aus Riesengarnelen, Entenbrust und Blattsalat. Aber nicht ‘entweder oder’ sondern es gab alles! Genau genommen 3 Vorspeisen in einer.
Ich war extrem überrascht von der Menge und Größe der Vorspeise und ich weiß nicht, ob es überhaupt jemand geschafft hat, alle Gänge zu verspeisen. Nach dem Hauptgericht – ich bestelle das Mahi Mahi Fischwirt mit Reis – folgte eine Käseauswahl sowie ein Key Lime Pie mit Brombeersauce und geschlagener Sahne, von dem es kein Foto gibt weil ich schlicht pappsatt war und ihn nicht mehr annehmen konnte.
Mir schmeckten die Gerichte sehr lecker und ich fiel nach deren Genuss in einen mehrstündigen komatösen Schlaf, der auch dafür sorgte, dass ich das Frühstück verschlief. Und den Kaffee kurz vor der Landung.
Vor dem Boarding bietet Condor meist nicht verkaufte Premium Economy und Business Class Plätze per Durchsage an. Auf unserem Hinflug nach San Juan hätte ein Upgrade in die Premium Economy Class 200 € pro Person gekostet, eines in die Business Class 500 €. Manchmal gibt es sogenannte 2 für 1 Angebote. Günstiger als bei einer Direktbuchung des Platzes ist es meiner Meinung nach jedoch nicht.
Mein Fazit:
Mit der neuen Business Class bietet Condor Urlaubern auf Langstreckenflügen nun die Möglichkeit, bequem und luxuriös zu verreisen. One Way Flüge in der Business Class gibt es bereits ab 749 €. Da stimmt das Preis-Leistungsverhältnis! Und nicht nur Geschäftsleute möchten entspannt in der Destination ankommen, auch viele Urlauber nutzen immer häufiger die Gelegenheit, der engen Economy Class zu entkommen.