Der Visionär im Bunker

Posted by on Okt 29, 2014 in Art, Design, Lifestyle, Living

Wie man kreativ Probleme löst, zeigt der 39-jährige Bauträger und Projektentwickler Stefan Höglmaier. Einen Schutzbunker in eine stylisches Bauwerk zu transformieren ist neben der finanziellen Herausforderung auch ein extrem schwieriges Unterfangen, denn die 2m dicken Stahlbetonwände lassen sich nicht mal eben mit der Laubsäge herausschneiden. Gebaut wurde der Schutzbunker im zweiten Weltkrieg auf Befehl von Adolf Hitler. Ab 1940 ließ die Stadt 40 Hoch- und acht Tiefbunker errichten. Der „LS-Sonderbau Nr. 5“ an der Ungererstraße wurde 1943 fertig. Er sollte 702 Menschen Schutz vor Luftangriffen bieten.

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Im Alter von 24 Jahren gründete Stefan Höglmaier seine Gesellschaft Euroboden und realisierte in den folgenden Jahren zahlreiche Bauprojekte, welche unter anderem mit dem „Best Architects Award“ ausgezeichnet wurden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bauträgern, welche primär von monetären Gedanken getrieben werden geht Euroboden neue Wege. Eine Symbiose aus eigenständiger und authentischer Architektur mit einzigartigem Charakter. Urbane Wohnkultur gepaart mit Ästhetik fernab jeglicher Konvention sowie detailgenaue, durchdachte Lösungen sind das Credo des sympathischen Firmeninhabers.

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2010 erwarb die Euroboden den Hochbunker in der Ungerestraße in München. Es wurden drei Loftwohnungen, ein Büro über drei Ebenen mit einer lichten Höhe von mehr als fünf Metern und einer offenen historischen Treppe konzipiert. Das Highlight dieser Immobilie ist unumstritten  die Penthouse-Wohnung über drei Etagen.

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Holzböden mit Fußbodenheizung, Natursteinbäder, Meterhohe Decken findet man in allen Wohnungen, trotzdem ist die Penthouse-Wohnung etwas besonderes, denn der alte Dachstuhl wird mit umlaufender Dachterrasse und begehbaren Flachdachaufbauten die Wohnung erst so richtig exklusiv machen.

Mal abgesehen von dem 360° Rundum-Blick auf die Wahrzeichen der Stadt München und die Alpen. Zum Penthouse gelangt man nur über einen direkten Zugang über den Lift in der Eingangshalle im Erdgeschoss, in welcher man bis zu zwei Autos sogar parken kann. Den Zugang zum 7. OG bekommt man letzendlich über eine grosszügige, gewendelte Treppe durch die zwei Meter dicke Bunkerdecke. Pro Geschoss und Himmelsrichtung wurde jeh eine raumhohe, ca. dreieinhalb Meter breite Öffnung (Fenster bzw. Loggien), welche viel Tageslicht in das Gebäude lässt, gebaut. Für die Umwandlung des historischen Hochbunkers in ein exklusives Wohn- und Bürohaus dürfte für einen nächsten Preis das ideale Objekt sein, denn Euroboden hat bereits einige Bau-Preise abgeräumt.

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Wir können also gespannt sein, was zukünftig aus der Feder von Stefan Höglmaier noch so entstehen wird.